How to choose.
EPDM-Kautschuk (Ethylen-Propylen-Dien-Monomer) schließt die Lücke zwischen Einweg-Vinylteilen und hochwertigem Silikon. Er dichtet Bohrungen, Gewinde und Bolzen auf die gleiche Weise ab wie Silikon – durch elastische Kompression – jedoch zu Materialkosten, die bei Großserien ohne Pulverbeschichtungstemperaturen einen entscheidenden Vorteil bieten.
Wo EPDM seine Stärken ausspielt
Galvanik- und Eloxalanlagen sind das Spezialgebiet von EPDM: Die chemische Beständigkeit von EPDM gegenüber sauren und alkalischen Bädern ist ausgezeichnet, und die Badtemperaturen liegen weit unter seinem Limit. KTL-Anlagen mit moderaten Einbrennzyklen sowie lufttrocknende oder niedrig einbrennende Lacksysteme sind ebenfalls ideal geeignet. Wenn Ihre Prozessvorgabe 150°C oder weniger an der Maskierung vorsieht, sollte EPDM Ihre Standardanfrage sein.
Die eine strikte Grenze
Einbrennöfen für die Pulverbeschichtung – typischerweise 180–200 °C – überschreiten die Belastungsgrenze von EPDM bei wiederholtem Einsatz. Eine EPDM-Kappe im Pulverofen wird hart, rissig und verliert schließlich ihre Dichtfunktion, meist im kritischsten Moment. Bei wiederholten Ofenzyklen empfiehlt sich der Wechsel auf Silikon; der Preisunterschied gleicht sich durch die Vermeidung von Nacharbeiten schnell aus.
Spezifizierung von EPDM-Maskierungen
Wie bei Silikon erstellen wir Angebote basierend auf Abmessungen, Prozess, Temperatur und Menge. Da EPDM-Teile oft in chemischen Bädern verwendet werden, benötigen wir Informationen zur Badzusammensetzung – wir prüfen die Beständigkeit fachgerecht. Sondergrößen werden auftragsbezogen gefertigt; Standardkappen und -stopfen sind ab Lager lieferbar.